Wochenrückblick #2

Gehäkelte Babyschuhe

Falls du mir auf Instagram folgst, hast du die Neuigkeit ja vielleicht schon gelesen. Die Pusteblumen-Familie erwartet Nachwuchs. Wie du dir wahrscheinlich vorstellen kannst, bestimmt diese Veränderung gerade ein wenig meinen Alltag.

Da ich auch schon vor meinem positiven Schwangerschaftstest gerne Schwangerschafts-Updates auf anderen Blogs gelesen habe, werde ich hier die letzten Wochen für dich zusammenfassen. Falls du lieber nur Näh-Content lesen möchtest – keine Sorge auch dazu werden wieder Beiträge folgen;)

Schwangerschaftsverkündung Crissie

Schwangerschaftstest und erste Wochen

Die erste zartrosa Linie konnte ich an einem Donnerstag Morgen auf einem Teststreifen erahnen. Herr Pusteblume lag noch im Bett und natürlich musste ich ihm die frohe Botschaft direkt überbringen. Ganz ohne fancy-vorbereitete Verkündung;) Natürlich war er von der blassen Linie nicht wirklich überzeugt. Und nachdem ich mich vor lauter Aufregung mit der Arbeit über den Tag ablenkte, kaufte ich direkt am Abend so einen coolen teuren Schwangerschaftstest, in so einem monströsen Plastikgehäuse. Dann mussten wir nur noch bis zum nächsten Morgen warten, da dann ja das Testergebnis zuverlässiger ist und noch einmal wollten wir nicht rätseln ob die blasse Linie nun wirklich eine zweite Linie ist oder nicht;) Am nächsten Morgen war die zweite Linie dann dermaßen eindeutig, dass auch Herr Pusteblume überzeugt war.

Ich empfand die ersten Wochen irgendwie als Schwebezustand. So richtig anders habe ich mich noch nicht gefühlt und weil es ja auch noch niemand wusste, war es irgendwie noch nicht so richtig real. An dem Wochenende direkt nach dem Test war ich auf dem Nähcamp in Stuttgart und irgendwie ratterten in meinem Kopf die ganze Zeit nur Schnittmuster für Umstandsmode und Babykleidung;) Aber ich konnte ja noch mit niemanden darüber reden…

In der Woche nach dem positiven Test schrieb ich direkt eine Email an eine Hebamme, die hier in der Gegend die Vorsorge, Geburt und Nachsorge begleitet, denn ich wusste, dass mir die persönliche Betreuung besonders wichtig ist. Da der April mit Urlaub und diversen Ausflügen schon ziemlich voll gepackt war, vereinbarte ich mit der Hebamme einen Termin an meinem Geburtstag. Da ich aber sowieso keine Feier geplant hatte, war das irgendwie ein tolles Geschenk. Denn sie war mir direkt sympathisch und ich war froh, dass ich so früh einen Termin mit ihr vereinbart hatte. Sie klärte mich auf, dass ich für die regelmäßigen 4-wöchentlichen Vorsorgetermine nicht immer in die Frauenarztpraxis gehen muss, sondern sie das auch bei mir zu Hause machen könnte. Nur für die Ultraschall-Untersuchung in der 10., 20. und 30. Woche muss ich in die Praxis und ich bin sehr froh, dass meine Frauenärztin der Hebammenbetreuung positiv gegenüber eingestellt ist. Denn das ist wohl nicht immer so und es gibt sogar Frauenärzte, die dann Schwangere nicht betreuen, wenn diese nicht alle Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt/Ärztin macht.

Gehäkelte Babyschuhe

Das sind alles Dinge, die ich irgendwie vorher gar nicht wusste. Hätte mich meine Hebamme nicht so früh über die Möglichkeiten aufgeklärt, hätte ich wohl nicht erfahren, dass ich da die freie Wahl habe. Wem die ärztliche Betreuung wichtig ist, der kann auch die Vorsorgeuntersuchungen abwechselnd vom Arzt/Ärztin und der Hebamme machen lassen. Ich finde es toll, dass wir diese Möglichkeit zu wählen haben, glaube aber, dass vielen das so nicht bekannt ist.

Das positive für mich an der Betreuung durch meine Hebamme ist, dass sie sich einfach etwas mehr Zeit nehmen kann und so mehr Raum für Fragen und wirkliche Beratung ist. Und auch wenn die Mitarbeiter/innen in meiner Frauenarztpraxis sehr freundlich sind und sich bemühen, so habe ich dort irgendwie immer ein leicht gehetztes Gefühl, wenn ich weiß, dass während meines Termins noch 5 andere Frauen im Wartezimmer warten.

Über Email kann ich meine Hebamme außerdem immer erreichen, und spätestens nach einem Tag habe ich eine Antwort von ihr. Das gibt mir einfach so viel Sicherheit , sodass ich nicht anfangen muss etwas zu googlen. Nicht umsonst heißt es schließlich „Don´t google with a Kugel“;)

Benachrichtigung von Freunden und Familie

Meiner besten Freundin habe ich bereits sehr früh von der Schwangerschaft erzählt, da ich es mit ihr auch teilen würde, wenn sich das Pusteblümchen entschieden hätte, nicht bei uns zu bleiben. Der Familie und allen anderen haben wir dann aber erst nach den 12 Wochen von der frohen Botschaft erzählt. Für uns wäre es wahrscheinlich einfach emotional zu anstrengend gewesen, hätten wir dann so vielen Leuten erzählen müssen, wenn es nicht geklappt hätte. Ich denke, diese Entscheidung muss aber jeder für sich treffen.

Da drei der werdenden Großeltern kurz vor Verkündung Geburtstag hatten und wir extra dafür in die Heimat gefahren sind, konnten wir die Nachricht als Geburtstagsgeschenk tarnen, und so war die Überraschung natürlich doppelt so groß. Wir hatten einmal Karten zum Freirubbeln gebastelt. Ich hatte diese gekauft und die Nachricht selbst draufgeschrieben. Und für meine Eltern hatte ich Gutscheine gebastelt, bei denen auf der Vorderseite der Gutschein für ein Essen bei uns in der Stadt war und auf der Rückseite dann die Nachricht, dass sie bald Großeltern sind. Alle vier werdenden Großeltern haben sich riesig gefreut und auch uns fiel ein Stein vom Herzen, da es nun einfach nochmal realer war. Natürlich durften sie auch das erste Portrait vom Pusteblümchen begutachten;)

Schwangerschaftsverkündung Crissie

Dann stand ja noch die Benachrichtigung der Kollegen an. Ich muss sagen, da war ich nochmal ein Stück nervöser. Aufgrund der Branche habe ich ausschließlich männliche Kollegen, die ja meistens nur für zwei Montage Elternzeit ausfallen, wenn sie Eltern werden. Aber ich würde ja doch etwas länger abwesend sein. Aber zum Glück war meine Sorge unbegründet und sowohl mein Chef als auch meine Kollegen haben sich sehr für mich gefreut.

Beschwerden in den ersten Wochen

Das einschränkendste in den ersten Wochen war für mich die Müdigkeit einhergehend mit Antriebslosigkeit. Für die Arbeit hat meine Energie immer noch gereicht. Aber sobald ich am Nachmittag zu Hause war, wollte ich am liebsten nicht mehr vom Sofa aufstehen. Das führte dann auch dazu, dass ich mich in den ersten Wochen sehr wenig bewegt habe. Erst letzten Montag war ich zum ersten Mal wieder Laufen bzw. eine Mischung aus Laufen und Walken.

Durch die mangelnde Bewegung fühlte ich mich irgendwie aufgedunsen und obwohl ich bis jetzt immer noch keinen sichtbaren Bauch habe, fühlte ich mich irgendwie kugelrund und unwohl in meiner Haut. Ich hoffe, dass sich mein Empfinden mit etwas mehr Bewegung wieder ändert und ich auch eine dieser strahlenden Schwangeren werden kann, die den Bauch nicht einziehen sondern stolz ausstrecken;)

Zum Glück hatte ich mit Übelkeit eher weniger zu kämpfen. Lediglich während unseres Rennradurlaubs auf Mallorca (um die 6. SSW) hatte ich etwas Schwierigkeiten und befürchtete schon schlimmes, wenn ich nach dem Urlaub wieder arbeiten gehen muss. Aber pünktlich nach dem Urlaub war es wieder vorbei. Wahrscheinlich ist, hatte es auch einfach mit der fehlenden Ablenkung im Urlaub zu tun. Denn an den Tagen, an denen wir mit dem Rennrad unterwegs waren, hielt sich die Übelkeit in Grenzen. Nur an den Ruhetagen hatte ich Probleme…

Bereits vor der Schwangerschaft war ich immer schon empfindlich, was Reiseübelkeit betrifft. Nun ja, jetzt ist es einfach noch schlimmer. Am besten ist es deshalb, wenn ich selbst fahre;)

Anne hat auf ihrem Blog immer so ein kurzes Update zu unterschiedlichen Kategorien gepostet. Auch wenn es gerade etwas ruhiger ist auf ihrem Blog, kann ich dir sehr empfehlen da mal vorbeizuschauen, wenn du dich für Capsule Wardrobe interessierst. Sie hat da wirklich schon viele tolle Artikel veröffentlicht. Während ihrer Schwangerschaft hat sie regelmäßig ein kurzes Update geschrieben und mir gefällt die Idee, immer in kurzen Stichpunkten zu notieren, wie es mir aktuell geht und deshalb habe ich die Kategorien einfach mal bei ihr stibitzt und noch die Kategorie „Genäht“ hinzugefügt;)

Schwangerschafts-Update

Woche: in der 15. SSW
Gewichtszunahme: 3 kg.
Schwangerschaftsstreifen: bisher keine
Bauchnabel: drin
Schlaf: Aktuell super. Allerdings ist mein Schlafbedürfnis ungefähr eine Stunde länger pro Tag als vor der Schwangerschaft.
Symptome: Bis auf Müdigkeit, keine.
Bewegung: Bisher konnte ich das Pusteblümchen noch nicht spüren. Mein eigener Bewegungsdrang ist aber schon ein wenig zurückgekommen.
Vermissen: Koffeinkonsum, ohne darüber nachzudenken, ob das jetzt schon die empfohlene Maximalmenge von 200 mg überschreitet
Gelüste: frische Beeren
Generelles Befinden: Mit dem rückkehrenden Bewegungsdrang wieder etwas besser. Ich fühle mich schon etwas weniger behäbig.
Genäht: Das erste Mini-Outfit fürs Pusteblümchen und ein als Schwangerschaftskleid angepasstes Southport dress von True Bias.

Regenbogenbody und Pumphose

Hast du schon eine oder mehrere Schwangerschaften erlebt? Wenn ja, wie war denn bei dir die Betreuungssituation bzgl. Hebamme und ärztlicher Betreuung? Wie hast du dich in den ersten Wochen gefühlt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Bis bald,
deine Crissie

2 Kommentare

  1. Liebe Crissie! Och du Arme, du musstest in Stuttgart aufs Maul sitzen währenddessen am Nebentisch frischfröhlich Babykleidung genäht wurde?! Aber das geht wohl allen in den ersten 12 W. gleich.
    Ich habe 2 Kids, beide in einem Geburtshaus (nur Hebammen) entbunden, da ich Krankenhäuser nicht ausstehen kann. Beim ersten war ich bis zur 30. Woche bei der Ärztin zur Kontrolle und nachher nur noch bei der Hebamme. Die Ärztin wollte mich fast nicht gehen lassen und schob die ganze Verantwortung von sich als ich sagte, ich werde im GH entbinden. Dann habe ich die Ärztin gewechselt und beim 2. Kind habe ich alle Untersuchungen im GH gemacht, ausser die Ultraschalls. Da habe ich mich einfach wohler gefühlt, sie hatten noch Zeit und gingen wirklich auf mich ein. Beim 2. habe ich fast 3 W. übertragen, aber die Hebammen stressten mich nicht, kontrollierten mich lediglich engmaschig. Eine Ärztin hätte schon längstens die Einleitung angeordnet…
    Ich freue mich auf deine Berichte über die SS! Das wird auch für dich wie ein Tagebuch sein mit tollen Erinnerungen, die dich später zum Lächeln oder Lachen bringen (von wegen du fühlst dich jetzt schon kugelrund 🤣).
    Ich wünsche dir und dem Blümchen alles Gute!!
    Lg aus der Schweiz, Sibylle

    • Hallo Sibylle, ja da hast du recht, beim Nähcamp hatte ich gerade erst zwei Tage zuvor den positiven Test gemacht und es war alles noch surreal. Es war sehr komisch, es dann niemandem zu erzählen…
      Das klingt ja wirklich toll, deine Erfahrung mit dem Geburtshaus. Leider gibt es bei uns in der Nähe keines, sonst wäre das auf jeden Fall auch eine Option für uns gewesen. Zum Glück betreut unsere Hebamme sowohl als Beleghebamme in zwei umliegenden Krankenhäusern als auch Hausgeburten. Dadurch haben wir noch die Wahl und können entscheiden, wo wir uns wohler fühlen.
      Durch die engmaschige Betreuung durch Hebammen ist ja das Risiko in Geburtshäusern und bei Hausgeburten auch nicht größer als im Krankenhaus. Zumindest hier ist es so, dass die Hebamme nur bei komplikationsloser Schwangerschaft daheim die Geburt betreut (keine Mehrlinge, richtige Lage des Kindes, …) und das wichtigste ist dann denke ich, dass man sich in seiner Umgebung wohl fühlt.
      Ich kann dich auf jeden Fall sehr verstehen, dass du dich in einem Krankenhaus nicht so wohl gefühlt hättest. Danke, dass du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast.
      Sonnige Grüße
      Crissie

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